The Online Marketplace: Staying Ahead of the Game

Der Online-Marktplatz: Immer einen Schritt voraus [Infografik]

Erkunden Sie die heutigen Herausforderungen und entwickeln Sie Lösungen für Ihren Online-Marktplatz
by 18/01/2022
Zusammenfassung

Online-Marktplatz-Kunden haben besonders hohe Anforderungen in Bezug auf Auswahl und Liefergeschwindigkeit. Sie müssen also in der Lage sein, jedes Mal das richtige Sortiment zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Die COVID-Krise hat es sehr schwierig gemacht, diese Ziele zu erreichen, da die Nachfrage nach Transportmöglichkeiten und Lagerung sprunghaft angestiegen ist. In diesem Artikel werden wir diese Probleme untersuchen und uns einige der spezifischen E-Commerce-Lösungen ansehen, die Logistikdienstleister einsetzen, um ihren Kunden zu helfen, zu überleben – und sogar zu expandieren.

 

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Angebot und Nachfrage: eine neue und ständig schwankende Welt

Wechselhafte Angebot und Nachfrage-Umgebung ... dank COVID.

Das Geschäft mit den Online-Marktplätzen ist weiterhin stark von COVID-19 und extremen Wetterbedingungen sowie internationalen Hygiene- und Handelsvorschriften beeinträchtigt, die alle zu Beeinträchtigungen in den globalen Lieferketten beitragen. Das Ergebnis ist die unvorhersehbare Versorgung mit Rohstoffen, Komponenten und Fertigwaren in allen Branchen.

Die globale Chipkrise dient als gutes Beispiel für aktuellen Nachfrage- und Angebotsprobleme. Diese Krise betrifft mehr als 169 Industriezweige und hat zu erheblichen Engpässen bei Grafikkarten, Videospielkonsolen, Autos und anderen Elektrogeräten geführt. In Taiwan, dem weltweit führenden Hersteller von Chips, herrschte eine Dürre, wie sie seit über 50 Jahren nicht mehr aufgetreten ist; dadurch ist die Menge an hochreinem Wasser, das die Chiphersteller für die Reinigung während des Produktionsprozesses benötigen, zurückgegangen. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können, da die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik und anderen verwandten Produkten bei der durch die Pandemie ins Internet getriebenen Weltbevölkerung dramatisch anstieg.

Störungen in der See- und Luftfracht

Sie werden mit der Art und Weise, wie COVID-19 die Welt abgeschottet hat, allzu vertraut sein. Die daraus resultierenden Lockdowns der Länder führten zu massiven Schließungen von Produktionsstätten, Geschäften, Häfen und Flughafenterminals. Dies führte natürlich zu Staus und Lieferverzögerungen.

Zwischen 70 und 80 % der Güter werden traditionell per Seefracht transportiert. Die Pandemie hat jedoch zu einem historisch niedrigen Auftragsniveau bei der Seefracht geführt. Jetzt gibt es Verzögerungen von sieben Tagen pro Schiff, die durch Auftragsstornierungen und andere Unterbrechungen entstehen. Jedes Jahr werden etwa 35 % des Welthandels per Luftfracht transportiert, wovon 60 % (Gesamttonnage) in Passagierflugzeugen transportiert werden. Im Jahr 2020 zwang COVID-19 die Fluggesellschaften jedoch, Passagierflüge zu stoppen, wodurch Sand ins Getriebe der globalen Lieferketten gestreut wurde. Tatsächlich ging die Luftfrachtnachfrage laut IATA im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 10,6 % zurück. Und die Kapazität (gemessen in verfügbaren Frachttonnenkilometern oder ACTKs) schrumpfte 2020 um 23,3 %. Dies führte zu einem Anstieg der Auslastungsfaktoren um 7,7 %.

Auch wenn die Auswirkungen der Pandemie auf unser tägliches Leben allmählich geringer werden, ist der heutige Güterverkehrsmarkt in Bezug auf den Service immer noch unbeständig und wird von historisch hohen Preisen bestimmt. Tarife für Seefrachtcontainer sind zum Beispiel acht Mal höher als vor der Pandemie. Auch die Tarife für Luftfracht sind deutlich gestiegen. Die IATA erklärt, dass die Preise von Hongkong nach Nordamerika dieses Jahr um 24 % gestiegen sind – nachdem sie sich 2020 mehr als verdoppelt hatten.

Asien erlebt eine noch nie dagewesene Nachfrage

56 % der weltweiten Containermengen stammen aus Asien – einer Region, in der auch neun der zehn umschlagstärksten Häfen der Welt liegen. Die drei wichtigsten Seehandelsrouten haben ihren Ursprung in Asien: Asien nach Asien, Asien nach Nordamerika und Asien nach Europa. Dies beläuft sich auf 170 Millionen TEU im weltweiten Transportverkehr oder 70 % der Güter, die jedes Jahr rund um den Globus transportiert werden.

Logistikdienstleister haben sich bemüht, Lösungen für die schwierige Situation der Seefracht zu finden. Einige entwickelten Notfallpläne durch das Anbieten von Bahntransporten von China nach Europa, die im Vergleich zu 2020 um schätzungsweise 10 % bis 20 % anstiegen. Diese gestiegene Nachfrage nach Schienentransporten führte jedoch auch zu Kapazitätsengpässen, betrieblichen Verzögerungen und – wie in allen Handelsbereichen – zu pandemiebedingten Personalengpässen.

Leider bedeutet diese unsichere Situation, dass unvorhersehbare Ereignisse zu noch größeren Problemen in den globalen Lieferketten führen können. Der Vorfall im Suezkanal führte zu noch ärgeren Verzögerungen, da das auf Grund gelaufene Containerschiff Ever Given einen Rückstau mit über 400 Schiffen verursachte.

Ein immer steinigerer Weg

Und vergessen wir nicht den Brexit, der zusammen mit der Pandemie seinen Beitrag dazu leistete, dass es innerhalb der EU zu einem Mangel an Lkw-Fahrern im Straßengüterverkehr und daraus resultierend zu negativen Auswirkungen auf die Lieferungen kam. Das Magazin „Transport Intelligence“ berichtete kürzlich, dass die Kombination aus Pandemie, Brexit und anhaltenden strukturellen Problemen zu einem Mangel an 76.000 Lkw-Fahrern auf dem britischen Markt führte. In der gesamten EU wird diese Zahl auf etwa 400.000 geschätzt.

Die Lagerhaltung leidet darunter

Gesundheitsregelungen sind ein wichtiger Bestandteil jedes Geschäftsbetriebs. Und die Gesundheit kommt an erster Stelle. Die Auswirkungen der Pandemie in Bezug auf Lockdowns, Personalengpässe, Social Distancing und einer Vielzahl neuer Rechtsvorschriften und Regelungen haben zu Verzögerungen im Lagerbetrieb geführt; dies führte zu Produktivitätsverlusten bei den Fulfillment-Verfahren, reduzierter Verarbeitungskapazität und zusätzlicher Nachfrage nach Lagerimmobilien.

Tatsächlich beschreibt der UKWA-Bericht 2021 die Prologis-Forschung, die zeigt, dass für jede zusätzlich online ausgegebene 1 Mrd. £ eine zusätzliche ca. 72.000 m² große Lagerfläche in Großbritannien benötigt wird, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Tatsächlich wird in einem Papier von Savills für 2020 vorgeschlagen, dass für jede zusätzlich 1 Mrd. £, die in Produktionsprozesse investiert wird, eine zusätzliche ca. 16.260 m² Lagerfläche in der breiteren Lieferkette benötigt wird. Die Situation ist in ganz Europa die gleiche: Logistikdienstleister versuchen, ihr Immobilienportfolio zu erweitern, um die erhöhten Online-Verkaufs- und E-Commerce-Fulfillment-Aktivitäten zu bewältigen. Mit weniger als 5 % sind die Leerstandsquoten nach wie vor niedrig, was einen Dominoeffekt in Form von steigenden Mieten (über 3 %) hat.

E-Commerce: hohe Wachstumsraten, die alle Erwartungen übertreffen

Auch wenn es angesichts des Einflusses der Pandemie vielleicht nicht überrascht, hat das beschleunigte Wachstum E-Commerce-Unternehmen weltweit dazu gezwungen, ihre Online-Aktivitäten in einem Tempo zu steigern, das in der Welt vor der Pandemie so nicht absehbar war. Im Jahr 2020 wuchs der Umsatz im grenzüberschreitenden E-Commerce laut eShopWorld um 82 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von E-Commerce am weltweiten Einzelhandel stieg von 14 % im Jahr 2019 auf etwa 17 % bis 2020. Im gleichen Zeitraum stieg Chinas Online-Anteil am Einzelhandelsumsatz von 19,4 % auf 24,6 %. In den USA machte McKinsey die alarmierende Aussage, dass sich die E-Commerce-Durchdringung allein in den ersten 90 Tagen des ersten Quartals 2020 um den Wert von 10 Jahren beschleunigte. GlobalData berichtet auch, dass neun der Top 10 der globalen E-Commerce-Unternehmen im Jahr 2020 ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichneten. Und im Jahr 2021 erklärte Bazaarvoice, dass TikTok seit Beginn der Pandemie ein 553%iges Wachstum beim Einkaufen in der App feststellte.

Dieser Trend wird andauern, vor allem da die Verbraucher die immer beliebtere Möglichkeit nutzen, im Internet zu bestellen und im Geschäft abzuholen – eine Option, die sicherlich weiterhin genutzt wird, auch wenn die COVID-Einschränkungen gelockert werden. Tatsächlich ging aus einer Umfrage hervor, von der Mood Media berichtete, dass ein Drittel der Befragten in den USA jetzt eine Abholung am Straßenrand bevorzugen und dies auch in Zukunft tun werden. Ein ähnlicher Trend ist auch in Europa zu beobachten.

Was tun die Logistik-Akteure, um zu helfen?

Sie erweitern die Lagerkapazität und die Ressourcen.

Die steigenden Erwartungen der Verbraucher in Bezug auf E-Commerce – ganz zu schweigen von den Spitzenzeiten rund um Werbeaktionen wie Black Friday und Cyber Monday – erzeugen enorme Spitzen in einem bereits anspruchsvollen Umfeld. Das bedeutet eine zusätzliche Belastung für das Fulfillment. Erfolgreiche Logistikunternehmen tun daher alles, um Bestellungen schneller als je zuvor an Online-Kunden vorzubereiten und zu versenden – schließlich entspricht die Geschwindigkeit dem Marktanteil.

Manche haben Pop-up-Lagerhäuser eingeführt, um zusätzliche regionale Spitzenmengen durch punktuelle Nachfragesteigerungen zu bewältigen. Sie haben auch verbesserte Technologien (wie Pick-to-Light) in Pop-up-Kommissionierungsbetrieben implementiert. Das hilft dabei, zusätzliches Spitzenvolumen zu bewältigen und gleichzeitig eine Überlastung des Bedieners im Kommissionierbereich zu vermeiden, was zu Verzögerungen im Prozess führen kann. Andere bewältigen das Problem der Arbeitskräfteknappheit durch die Einführung von Robotern, die Produkte autonom aus Lagerregalen holen, sie transportieren und lagern.

Einführung neuer Frachtoptionen zur Behebung von Kapazitätsengpässen.

Logistikdienstleistern stehen eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung, die bei der Bewältigung von Kapazitätsproblemen bei See- und Luftfracht helfen. Einige haben ihre zentralen Fracht-Programme neu kalibriert, um den Großteil ihres Aufkommens abzudecken. Durch diese Lösungen kann jedoch im Bereich Platz und Equipment Bedarf entstehen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verpflichtung von Nischenanbietern. Hierbei nutzen Logistikunternehmen Nischenanbieter, um ihre Hauptlieferanten sowohl global als auch regional zu ergänzen.

Der Schritt in Richtung langfristiger Vereinbarungen für Blockbereiche ist eine weitere gute Lösung. Dies beinhaltet den Übergang von traditionellen langfristigen Vereinbarungen hin zu einer anderen Form von mehrjährigen Vereinbarungen und Kundenverträgen, welche Premium-Garantien anbieten. Eine weitere Option ist das Chartern von kompletten Schiffen. Dies könnte besonders hilfreich für die Ost-West-Handelsrouten sein, da das Logistikunternehmen seine eigenen Container kontrolliert, indem es einen einzigen Lade- und Entladehafen mit Herkunfts- und Bestimmungsort für einen schnellen Transit verwendet. Das Leasing von Ausrüstung ist eine weitere großartige Möglichkeit, um Kundenaufträge besser zu erfüllen. Dabei kann es sich beispielsweise um das Leasen und Chartern eines ganzen Flugzeugs handeln.

Logistikunternehmen können zur Ergänzung auch ihre eigenen Container mieten (ad hoc, monatlich oder vierteljährlich), um Engpässe zu umgehen. Dies kann dazu beitragen, den Platz zu optimieren, der für ihre Hauptlieferunternehmen reserviert ist, insbesondere in Kombination mit zusätzlichen Flug- und Charterfrachten innerhalb bestehender Partnerschaften.

Einen Schritt voraus bleiben

Die COVID-19-Pandemie hat den globalen Handel eindeutig in einer Weise beeinflusst, die niemand vorhergesehen hat. Der explosionsartige Anstieg auf dem Online-Markt hat die Art und Weise, wie die Welt Geschäfte macht, verändert. Wir mussten alle auf die neuen und manchmal überraschenden E-Commerce-Logistiklösungen reagieren. Aber einfach nur zu reagieren ist nicht genug. Die besten und erfolgreichsten Logistikunternehmen sind diejenigen, die sich anpassen und dann vorhersehen, wie zukünftige Anforderungen und Trends ihre Welt – und die Welt ihrer Kunden – beeinflussen werden. Dann setzen sie Maßnahmen um, die ihnen und ihren Kunden helfen, in den kommenden Monaten und Jahren immer einen Schritt voraus zu bleiben.

 

Online marketplaces are breaking all trends despite Supply Chain disruption

 

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